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Im Juli 2007 haben Kalen und ich ein Netzwerk für Transgender und Partnerinnen gegründet und im Internet online gestellt. Das Netzwerk war darauf ausgelegt, Transgendern und Partnerinnen zu unterstützen und zwar durch umfassende Informationsseiten, fundierte Erfahrungsberichte der Mitglieder, einem Forum zum virtuellen Austausch, verschiedene Unterstützungsangebote und unterschiedliche Veranstaltunge für persönliche Kontakte. Ein weiterer Schwerpunkt war die Konzentration und der Ausbau des Netzwerkes mit dem Ziel, dass Transgender und Partnerinnen andere Transgender und Partnerinnen unterstützen. Die Idee wurde schnell aufgenommen, wuchs im Laufe der 3 Jahre stetig an und wurde durch die ernsthaften und fundierten Beiträge der Mitglieder zur einer wertvollen und seriösen Internetseite mit einem umfangreichen Hilfeumfang.

In diesen 3 Jahren haben wir unzählige Gespräche mit Transgendern und Partnerinnen geführt. Wir kennen weit über 300 Entwicklungsgeschichten von Transgendern und Partnerinnen mit ihren zahlreiche Problemstellungen, Sorgen, Nöte, Fragen, Schamgefühle, Bedenken, Unsicherheiten, Befürchtungen und dem häufigen Wunsch nach einem Stück Normalität in ihrer besonderen Situation innerhalb unserer Gesellschaft. Darüberhinaus ist das "Kopfkino", also das vorgestellte Szenario unterschiedlicher Situationen, ein riesige Problem und oftmals zu sozialer Isolation, einem ewigen Verstecken, Geheimnissen, Lügen, Unwohlbefinden und Verzweiflung.

Wir wissen, dass es vergleichsweise deutlich mehr Partnerinnen gibt, die von dem Thema ihres Partners lieber nichts wissen wollen, als solche, die sich mit dem Thema auseinandersetzen oder es tolerieren bzw. akzeptieren können. In den meisten Fällen führt die Ablehnung oder Ignoranz der Partnerin zu weit mehr Problemen auf beiden Seiten in der Partnerschaft, als wenn sie zumindest etwas Bereitschaft zeigt, sich wenigstens bedingt mit dem Thema auseinander zu setzen.

Auch Partnerinnen entwickeln ein "Kopfkino", das sie belastet. Meist - wenn überhaupt - werden nur Bruchteile des Gefühlschaos und der Fantasien angesprochen bzw. besprochen. Vielfach ist dann wahrzunehmen, dass das Gespräch scheinbar ohne Ergebnis verlaufen ist, weil beide sich mißverstanden fühlen, was zu weiteren Vorstellungen und Ideen führt.

Das ist häufig eine Spirale, die sich mit der Zeit und jedem Versuch, etwas zu erklären, tiefer nach unten führt.

Ich habe nur in wenigen Fällen erlebt, dass eine Partnerin, die "dicht gemacht" hat, später eine Bereitschaft entwickelt hat, sich doch noch dem Thema zu stellen und sich damit auseinander zu setzen. Häufig passiert das nur, wenn das gelebte Muster innerhalb der Partnerschaft von außen unterbrochen wird, z.B. durch einen Schicksalsschlag oder durch eine gezielte Veränderung.

Hier konnten wir einigen Transgendern helfen, ihr Muster selber zu durchbrechen und so eine Veränderung in ihrer Beziehung mit dem Ergebnis herbeizuführen, dass die Partnerinnen plötzlich ihre Ignoranz aufgegeben haben. Durch die neue Option von Gesprächen konnte erreicht werden, dass sich beide besser fühlten und die Spannung in der Partnerschaft sich gelegt hat.

Dazu wurden uns im Laufe der Zeit ein paar interessante Fragen gestellt, die wir beantwortet haben. 

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